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Schuldenbremse (von Rüdiger Buchholz)

Die Schuldenbremse - ein zur Zeit viel strapazierter Begriff, der auch in unserem Parlament diskutiert wird.

Aufträge werden erteilt, Gemeinden müssen kooperieren und sparen. Gemeinde-Fusionen werden bereits in Österreich durchgeführt, oder es wird zumindest - wie im Mühlviertel – darüber abgestimmt. Die Bevölkerung sieht in all diesen Bestrebungen einen Versuch wieder bei den kleinsten Einheiten den Sparstift anzusetzen.

Ich bin der Meinung, man kann nur so viel verlangen wie man selbst bereit ist herzugeben, um mit gutem Beispiel voran zu gehen. Nach diesem Prinzip bin ich auch erzogen worden, in einer gesunden Familie, in der dies stets galt und auch heute noch so gilt. Für mich heißt das: zusammenrücken, einander helfen, solidarisch sein. Mit Herz, Verstand, Klugheit und Wachsamkeit gemeinsam die Zukunft gestalten.

Das gute Beispiel unserer gewählten Volksvertreter müsste lauten: wir sparen Abgeordnete im Nationalrat, Bundestag, Landtag und auch in den Gemeinden ein. Damit ist Geld zu sparen und wir zeigen beispielhaft vor, wie es geht.

Ich bin mir sicher, dann wird auch bei uns in den Familien und in unseren Gemeinden ein Verständnis dafür erzeugt, was es bedeutet, wenn alle mithelfen, zusammenrücken und das gemeinsame Ziel erarbeiten.

Europa kommt in Bedrängnis. Es stimmt nicht, das die Griechen selbst Schuld sind an ihrer Situation, die Krise hat bereits auch andere Länder ereilt, hervorgerufen und gesteuert von Spekulanten auf unserem Globus. Sie ziehen die Fäden und lenken derzeit unsere Entwicklung. Die große Politik läuft hinterher und hofft im Nachhinein auf Zeichen und Wunder.

Es ist weder christlich noch sozial und weder sozial, noch demokratisch, wenn mit Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfs spekuliert, wenn Weizen gekauft und verkauft wird, aber eigentlich noch gar nicht am Feld steht. Dadurch geht die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter auseinander. Kurzum, es ist ein Frevel was heutzutage passiert.

Wenn ich richtig zugehört habe, dann könnten wir die Weltbevölkerung bei sorgsamem Umgang mit unseren Ressourcen zweimal ernähren. Hunger, Elend und Not könnten gelindert oder gar verbannt werden.

Brot für die Welt ist eine Aktion unterstützt von christlichen Gemeinden, die derzeit gestartet wurde, um das Leid zu lindern und um Ungerechtigkeiten entgegen zu wirken.

Es ist gut wenn sich auch Kirchenvertreter zu Wort melden.

Wir sind getriebene eines Systems, das von Spekulanten bestimmt wird, einzelne reich, aber viele arm und noch ärmer macht.

Es darf nicht sein dass Jugendliche keine Arbeit und keine Perspektiven haben, oder umgekehrt Ältere länger in Beschäftigung bleiben. Dadurch entsteht eine große Lücke, diese gilt es aufzufüllen, um Fehlern in der Entwicklung unserer Gesellschaft entgegenzuwirken.

Als verantwortliche Politiker in unseren Bereichen müssen wir klug und wachsam sein, die Anliegen unserer Bürger müssen stets Grundlage unseres Handelns bleiben.

 

Rüdiger Buchholz

Bürgermeister St. Peter am Hart